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Pressemeldung - WJD

14.06.2018 - Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit geht am Arbeitsmarkt vorbei

Kristine Lütke: "Das Teilzeit- und Befristungsgesetz schafft bereits sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit. Der eigentliche Vereinbarkeits-Killer ist das Arbeitszeitgesetz."

Zum geplanten Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit

erklärt Kristine Lütke, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland:



„Der

geplante Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit geht am Arbeitsmarkt vorbei. Das

Teilzeit- und Befristungsgesetz schafft bereits sehr gute Rahmenbedingungen für

die Vereinbarkeit. Der eigentliche Vereinbarkeits-Killer ist das

Arbeitszeitgesetz.









Moderne

Unternehmer agieren heute häufig im rechtlichen Graubereich, wenn sie ihren

Beschäftigten Home Office und andere flexible Arbeitsmodelle ermöglichen. Eine

Reform des Arbeitszeitgesetzes wäre daher viel dringender als der

Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit.









Wir

sollten nicht vergessen, dass immer mehr Menschen freiwillig verkürzt arbeiten.

Als Unternehmerin im Pflegebereich freue ich mich über jede Fachkraft, die ihre

Stunden aufstockt. Einzig: Ich finde sie nicht. Der Gesetzgeber verkennt, dass

gerade Mittelständler in Zeiten des Fachkräftemangels um jeden Mitarbeiter

kämpfen und ihnen bei den Arbeitszeitwünschen weit entgegenkommen.









Schon

nach bisheriger Rechtslage werden Teilzeitkräfte, die länger arbeiten wollen,

bei der Besetzung von Vollzeitstellen bevorzugt. Einseitige Belastungen von

Unternehmern tragen nicht zur Flexibilisierung der Arbeitswelt bei. Viel kann

auch in Tarifverträgen und auf betrieblicher Ebene ausgehandelt werden. Gerade

die Umkehr der Beweislast, wenn Arbeitgeber den Wunsch eines Mitarbeiters auf

Rückkehr in Vollzeit nicht erfüllen können, schafft zusätzlich Bürokratie. Es bleibt

zu hoffen, dass die Brückenteilzeit nicht zur Teilzeitfalle für Unternehmer

wird.“





Kristine Lütke WJD
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